Auf, geliebte Brüder, durch Gebirg und Tal, bunte Blumen blühen hier und überall, goldene Bächlein fliessen. Es ist doch eine Wonne. Es ist doch eine Pracht. Ist doch ein lustig Leben, auf der Wanderschaft.
Sei´n Charlottenburger auf dem Rücken, Schwermut in der Brust, schwenkt so mancher Maurersmann sich dahin mit Lust. Schwermut in der Seele, Brandwein in der Kehle. Es ist doch eine Wonne , es ist doch eine Pracht. Ist das ein lust´ges Leben auf der Wanderschaft.
Auf meiner letzten Reise erlitt ich etwas Not. Bald fehlte mir die Speise, bald fehlte mir an Brot. Am Tag im Schnee marschiert, des Nachts auf Stroh logiert. Hat man sich daneben einige Bienchen aufgerafft, war´s doch ein lustig Leben Auf der Wanderschaft.
Immer frohe Miene Ist für uns bestellt, Jung und Alt zu dienen freudig für das Geld. Junge Madchen winken, volle Becher Blinken, hat man sich daneben ein paar Hosen angeschafft. Wars doch ein lustiges Leben auf der Wanderschaft.
Hier auf allen Wegen führt uns die Wanderschaft, strömt ein kühler Regen von oben auf uns herab. Dann Spiel ich auf der Zither troz dem Gewitter. Besteig ich den Pilatus, wenns´ donnert, wenn es kracht. Bis die Sonn erscheint auf der Wanderschaft.
Lass die Alten brummen Junge tun es nicht. Lass Philister knurren, flotte Burschen nicht. Liebe in der Seele, Brandwein in der Kehle. Auf dass der Wandergeist nicht zu früh erschlafft. Sonst wärs kein lustig Leben auf der Wanderschaft.
Sind wir des Reisens müde sehnen wir uns nach Ruhe, singen frohe Lieder nach der Heimat zu. Lauter Glück und Segen strömt da uns entgegen und ein junges Weibchen was uns Freude macht. Die uns versüsst das Leben nach der Wanderschaft
Kommt man nun in die Jahre, wird man alt und schwach wandelt seinem Geschäfte früh und zeitig nach. Jungen werden sagen, nach verflossnen Jahren: Alter, du hast schon Etwas mitgemacht. In den Versoffnen Jahren auf der Wanderschaft.
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