Wenn in Bremen von Armut die Rede ist, sind viele Bremer Kulturschaffende dabei. Etliche von ihnen wandern seit Jahren ab, zB nach Berlin oder in den reicheren Süden. Esel, Hund, Katze und Hahn würden heute sicher nicht mehr nach Bremen ziehen, um dort Stadtmusikanten zu werden. Insbesondere freischaffende Musiker leben und arbeiten hier nämlich unter Bedingungen, die man nur als prekär bezeichnen kann. Nach einer Schnaps-Idee des hochsubventionierten Bremer Theaters, wurden am 11. April 2007 mehr als sechzig von ihnen Opfer eines Wasserschadens. Kresnik ließ für das Stück „Amerika“ die Halle fluten unter der sich Proberäume und Tonstudios für mehr als 60 Musiker befanden. Mischpulte, Mikrofone und Verstärker, Gitarren, Keyboards, Laptops, wertvolle Aufnahmen, die Arbeit mehrer Monate gingen unter in den Fluten. Vielen schwammen buchstäblich die (Trommel)felle davon. Der Schaden beträgt mehr als hunderttausend Euro. Niemand scheint verantwortlich. Das Bremer Theater bietet immerhin eine Benefizveranstaltung an, die Versicherung bezweifelt Tatsachen und wird wohl nur einen Teil der Verluste ersetzen, viele, die eh nur mit Not den Kopf über Wasser halten konnten, drohen nun unter zu gehen. Konkret droht etlichen der Konkurs. Gemeinsam mit den betroffenen Künstlern veröffentlicht der Bremer Müller-Lüdenscheidt-Verlag eine Benefiz-CD. Neben den erhofften Einnahmen, die sämtlich der Wiederbeschaffung von zerstörtem Equipment dienen soll, wird hiermit den Bremern ein wertvolles Stück hiesiger Kultur präsentiert, das beinahe "untergegangen" wär.
|
Hahn aufdrehn - eine Benefiz-CD von und für Bremer Musiker |
11.90EUR |
|
| Wenn in Bremen von Armut die Rede ist, sind viele Bremer Kulturschaffende dabei. Etliche von ihnen wandern seit Jahren ab, zB nach Berlin oder in den reicheren Süden. Esel, Hund, Katze und Hahn würden heute sicher nicht mehr nach Bremen ziehen, um dort Stadtmusikanten zu werden. Insbesondere... |
|